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Steinmeier´s 13 Monate irakischer Geiselhaft
von Spacedrops, am 03.05.2006 um 04:04, Rubrik: Heute Journal | Kommentare 0
Die Nachricht war, wie es Marietta Slomka in ihrer Anmoderation richtig herausstellte, eine ausnahmsweise sehr Gute gleich zu Beginn des Heute-Journals. Daß die Freilassung der beiden deutschen Geiseln René Bräunlich und Thomas Nitzschke ein Anlass zu wahrhaftiger Freude und der Erleichterung für die Angehörigen, das soziale Umfeld der beiden und die mit der Freilassung beschäftigten Mitarbeiter des Krisenstabes in Berlin ist, steht sicher außer Zweifel.
Bei dem ersten Interview unterlief dann Außenminister Steinmeier auch folgerichtig einer seiner sehr, sehr seltenen Fehler, als er statt von 13 Wochen Geiselhaft von 13 Monaten sprach. Man mag ihm diesen Versprecher nachsehen, denn Steinmeier hatte ebenfalls allen Grund erleichtert zu sein, stand er doch über ein viertel Jahr in dieser Angelegenheit in der öffentlichen Verantwortung und dem besonderen Interesse der Medien. Man möchte nicht daran denken, wie der Außenminister ins Kreuzfeuer der Kritik geraten wäre, wenn sich die Dinge nicht so positiv entwickelt hätten.
Etwas dreist wirkte jedoch die auffällig direkte Werbeträger-Einblendung des Arbeitgebers der Entfürten beim Interview mit dem Fußballtrainer des 1. SV Miltitz, dem Verein in dem René Bräunlich Fußball spielt. Ob es von der Heute-Redaktion gut überlegt war, über eine auf dem Spielfeld Bier trinkende deutsche Fußballmanschft in diesem Zusammenhang und bei einem potentiellen, islamistischen Zusammenhang zu berichten, mag dahingestellt sein. Mit Verlaub, die Heimkehr der beiden in einem kleineren Kreise wäre - wenn überhaupt - sicher ein geeigneterer Rahmen gewesen.
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